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Was nützt Ihnen ein hoher IQ, wenn Sie eine emotionale Notbremse sind?

Emotionale Intelligenz

Menschen, Sportler, Führungskräfte und Unternehmer, die überdurchschnittliche und herausragende Leistungen erbringen, besitzen eine hochentwickelte emotionale Intelligenz. Forschungsergebnisse und Studien beweisen diesen Zusammenhang seit vielen Jahren. 

 

Aufgrund ihrer emotionalen Intelligenz gelingt es ihnen, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen effektiv zusammenzuwirken und -zuarbeiten. Menschen mit einer überdurchschnittlichen hohen emotionalen Intelligenz, können auf den ständigen Wandel in unserer Welt sinnvoll reagieren und nutzen gleichzeitig die emotionale Intelligenz für eine herausragende Interaktion mit ihren Mitmenschen.

Wenn die kognitiven Fähigkeiten nicht mehr ausreichen!

Studien sowie aktuelle Forschungsergebnisse aus Deutschland und den USA beweisen, dass der Emotionale-Intelligenzquotient (EQ) eines Menschen mehr über dessen Erfolg im Leben und im Beruf aussagt, als der Intelligenzquotient (IQ). So hängt der Erfolg von Führungskräften zu über 80% von der emotionalen Intelligenz ab. 

 

Natürlich dürfen wir nicht vorenthalten, dass auch der IQ wichtig für den Erfolg ist. Allerdings hat der EQ ihn überholt und links liegen gelassen. 

 

Unsere Welt ist zunehmend digitaler, unpersönlicher und unemotionaler geworden. So ist es nachvollziehbar, dass wir den Eindruck hatten, IQ wäre der wichtigste Faktor für Erfolg. Nach ein paar Jahren im digitalen Zeitalter können wir nun die ersten Schlüsse ziehen. Die Unternehmen und Manager, die sich ausschließlich über IQ definierten sind gestrauchelt oder die erhofften Erfolge blieben aus. Viele von ihnen stecken in der Mittelmäßigkeit fest.

 

Durch Genetik, Prägung, Sozialisierung und Erfahrungen hat jeder Mensch eine solide emotionale Grundintelligenz. Durch interne und externe Beeinflussung kann jeder Mensch die eigene emotionale Intelligenz steuern. Wir sind in der Lage durch Sensibilisierung unseren EQ zu steigern oder durch Desensibilisierung den EQ zu reduzieren. 


Intrapersonale emotionale Intelligenz

Unter Intrapersonale-Emotionale-Intelligenz verstehen wir, die nach innen gerichteten Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten befähigt Menschen, ein genaues und zutreffendes Bild unseres inneren Ichs zu erzeugen. Sie haben Zugang zu ihren eigenen Emotionen. Sie besitzen die Fähigkeit zwischen diesen Emotionen zu unterscheiden und die eigenen Emotionen zu steuern. Die Differenzierung der Emotionen und deren Steuerung, eröffnen ihnen einen weiteren wichtigen Bereich, die Motivation. Menschen mit einer hohen intrapersonalen emotionalen Intelligenz wissen, wie wichtig die intrinsische Motivation ist und wie sie diese für sich nutzen können. 

 

Die Intrapersonale-Emotionale-Intelligenz zeigt sich in drei Schwerpunktbereichen:

Intrapersonale Emotionale Intelligenzquotienten (EQ)
Muster für eine grafische Ausprägung eines unterdurchschnittlichen intrapersonalen Emotionale Intelligenzquotienten (EQ) einer Führungskraft im Senior-Management.

Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung – Um sozial kompetent zu sein, ist es absolut notwendig, dass der Mensch sich selbst in allen Facetten wahrnehmen kann. Dabei geht es um die Selbstwahrnehmung der eigenen Fähigkeiten, Stimmungen, Emotionen und Motivationen. Sie beobachten ihre Gefühle und die Reaktion darauf. Emotional intelligente Menschen treffen besser und schnellere Entscheidungen. Sie treten selbstbewusster auf, da sie sich ihrer Wirkung auf andere bewusster sind. Sie handeln objektiver und sind zielorientierter. Zudem neigen sie weniger zu psychisch bedingten Erkrankungen. 

Selbstregulierung

Selbstregulierung – Nur wer seine eigenen Gefühle wahrnimmt, ist befähig sie zu steuern. Emotional intelligente Menschen können Emotionen und Stimmungen angemessen kontrollieren und steuern. Sie besitzen die Fähigkeit, negative und positive Impulse sowie Stimmungen zu kontrollieren, da sie sich Vergangenheitserfahrungen zu nutzen machen können. Sie können Impulse und Stimmungen transformieren, um ganz bewusst Endscheidungen unabhängig und situationsspezifisch zu treffen. Sie erhalten dadurch die Fähigkeit, nicht vorschnell zu urteilen, sondern erst nachzudenken und dann entsprechend zu handeln. Sie treffen so die besseren Entscheidungen.

Motivation

Motivation – Sie kennen ihre Motivation, Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft. Sie sind in der Lage zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation zu unterscheiden und wissen, wann sie welche Motivationsebene und -intensität benötigen. Es geht um ihre Fähigkeit und ihre Bereitschaft persönliche Ziele mit Energie und Ausdauer zu verfolgen. Geld, Sicherheit und Status stehen dabei nicht mehr im Vordergrund. Ihre Ziele dienen einer neuen und höheren Metaebene. Es werden zunehmend soziale Bedürfnisse, individuelle Bedürfnisse bis hin zur Selbstverwirklichung in den Vordergrund gestellt. Sie sind von innen heraus in der Lage, negative Gefühle zu dämpfen und positive Gefühle zu stärken. Das ist das Erfolgsgeheimnis eines jeden außerordentlich erfolgreichen Menschen.


Interpersonale emotionale Intelligenz

Interpersonale-Emotionale-Intelligenz ist die Fähigkeit andere Menschen zu verstehen. Wir erkennen was sie motiviert, wie sie arbeiten und wie wir bestmöglich kooperativ interagieren können.

 

In vielen Rollenmodellen oder Berufen können wir nur erfolgreich sein, wenn wir über eine hohe interpersonale emotionale Intelligenz verfügen. Herausragende Führungskräfte, Top-Verkäufer, erfolgreiche Unternehmer, gute Berater oder echte Lehrer werden in der Regel über eine intrapersonale emotionale Intelligenz verfügen, die höher als der Durchschnitt ihres entsprechenden Umfeldes ist.

 

Sie erkennen Stimmungen, Emotionen, Motive und Wünsche ihres Umfeldes und können die eigenen Fähigkeiten gezielt und dosiert einbringen. 

 

Die Interpersonale-Emotionale-Intelligenz teil sich in zwei Bereiche auf:

Interpersonaler Emotionale Intelligenzquotienten (EQ)
Muster für eine grafische Ausprägung eines unterdurchschnittlichen interpersonalen Emotionale Intelligenzquotienten (EQ) einer Führungskraft im Senior-Management.

Empathie

Empathie – Menschen die über eine hohe emotionale Intelligenz verfügen, besitzen stets ein hohes Maß an Empathie. Sie nehmen ihre Umgebung in allen Facetten war. Sie besitzen die Fähigkeit, die Gedanken und Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen. Sie können nachfühlen wie es ihrem Gegenüber geht und somit angemessen darauf reagieren. Sie nutzen dieselben Fähigkeiten wie in ihrer Selbstwahrnehmung. Nur richten sie ihre Antennen diesmal nach außen, um die emotionalen Verfassungen und die Stimmungen anderer Menschen zu verstehen. Oftmals können empathische Menschen die Gestik, Mimik, Körpersprache, Stimm-Lage und die -Melodie des Gegenübers perfekt und intuitiv deuten. Studien belegen, dass empathische Menschen nicht nur beliebter und erfolgreicher sind, sondern auch emotional stabiler durchs Leben gehen.

Soziale Kompetenz

Soziale Kompetenz – Alle Teile ergeben erst in der sozialen Interaktion einen Sinn. Die soziale Kompetenz bildet ihren Handlungsspielraum in der angewandten Praxis aus. Sie ist somit als Reaktion auf die Empathie zu verstehen. Sobald sie wissen wie ihr Gegenüber denkt, fühlt und handelt, können sie angemessen und mit Vorsprung darauf reagieren. Interaktionen und Verhalten sind die Bausteine für ein positives Beziehungsmanagement und die Fähigkeit soziale Netzwerke aufzubauen und zu pflegen. In der heutigen Berufswelt entscheidet diese Fähigkeit über Erfolg oder Misserfolg.


Steigerung Emotionale Intelligenzquotient (EQ) in der Praxis

Sowohl die Neuronale-, die Motiv- als auch die Verhaltensforschung kommen zum selben Ergebnis. Erfolgreichen Menschen sind jene, die in der Lage sind sich selbst zu erkennen. Sie erkenne die eigenen Stärken und auch die eigenen Schwächen. Nur so können Strategien entwickelt werden, um das eigene Umfelde zu erkenne und positiv zu beeinflussen.

Über ein Online-Analyseverfahren ist es möglich seinen persönlichen Emotionale-Intelligenzquotient (EQ) festzustellen. Durch den somit erzeugten Status Quo, kann eine gewünschte Veränderungen zielorientiert angegangen werden. 

Neben Training, Selbsterfahrung, Selbstreflexion ist ein spezielles EQ-Coaching das wirksamste Verfahren, um seine persönliche Emotionale-Intelligenzquotient (EQ) zu steigern. 

 

Für wirklichen und nachhaltigen Erfolg als Führungskraft, sollten zuerst alle fünf Bereiche angeglichen werden. Nur wenn die Bereiche in einem ausgeglichenen und ausgewogenen Verhältnis zu einander stehen, wird eine Steigerung des Emotionalen-Intelligenzquotienten (EQ) wahrgenommen.

 

In einem zweiten Schritt wird dann über Sensibilisierung jeder Bereich weiter ausgebaut. Bei diesem Ausbau müssen die Veränderungen der einzelnen Elemente, als auch die Ausgewogenheit immer wieder berücksichtigt werden. Nur ein oder zwei Elemente auf einen Spitzenwert zu bringen genügt leider nicht. Der Emotionale-Intelligenzquotient (EQ) besteht aus einer komplexen Verflechtung aller 5 Ebenen. 

 

Ihr Stefan Kozole

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